Ich kann Mädchen jetzt besser verstehen

Das Schuljahr ist zu Ende, zumindest für Myriam und mich. Wie schon im letzten Jahr, konnten wir hunderte Schüler/Innen der 8. und 9. Klassen in verschiedenen Workshops zum Thema Sexualerziehung begleiten. Seit 3 Jahren wurde mir sogar ein Atelier anvertraut, welches sich übers ganze Schuljahr erstreckt. Ich begleite 2 Gruppen von jeweils 12 Jungs. Dabei gehts um Glauben, Religion und Sexualkunde.

Eine spannende Mischung. Vor zehn Tagen war der Schuljahresabschluss vor zahlreichen Eltern und Lehrern. Das war auch ein Anlass Bilanz zu ziehen. Was nehmen die 24 Jungs mit aus den Workshops? Nehmen sie überhaupt was mit? Was bringen solche „Langzeiteinsätze“.

Einer der Jungs, meinte, dass ihm das geholfen hat Mädchen generell besser zu verstehen. Andere meinten, dass ihnen das geholfen hat mehr nachzudenken wenn’s ums heisse Thema Sex geht, gerade in den Diskussionen unter Jungs.

Mir geht es bei diesen Einsätzen auf der einen Seite darum, dass die Jungs ihren eigenen Körper  und den des andern Geschlechts besser kennen lernen. Eine Art Biozusatzunterricht. Aber dabei bleibt es natürlich nicht. Es geht mir besonders darum, sie von dem Leistungsdruck bzgl. Sexualität wegzukommen. Verstehn um was es eigentlich geht, woher es kommt, wozu es dient usw.

Das kath. Gymnasium hat mir seine Dankbarkeit ausgedrückt und angefragt, ob Myriam nächstes Jahr auch mit einsteigt. Was bedeutet, dass wir wieder eingeladen werden.